Martina Schiebel, Dr. disc. pol.

 

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Das Team

Team

[von links nach rechts]
Yvonne Robel, wissensch. Mitarbeiterin
Dirk Albrecht, studentische Hilfskraft
Jenny Hestermann, studentische Hilfskraft seit 01/2009
Martina Schiebel, Projektleitung

Ehemalige
Meike Haunschild, studentische Hilfskraft 04/2008–12/2008


Universität Bremen
Fachbereich 9 (Kulturwissenschaften)
Institut Kulturwissenschaft: externer Link http://www.kultur.uni-bremen.de/
Enrique-Schmidt-Str. 7
SFG-Gebäude, Raum 4240
28359 Bremen
Tel.: 0049 - (0)421 - 21867651
E-Mail: schiebel@uni-bremen.de
Postanschrift:
Postfach 330440
28334 Bremen

Projekt "Politische Biographien im Generationsverlauf 1945-1968. Politisches Handeln und Prozesse der Sanktionierung und Inhaftierung in Ost- und Westdeutschland".
Diese Studie wird von der externer Link Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert (Laufzeit 2008-2010)


Projektleitung: Dr. Martina Schiebel
wissenschaftliche Mitarbeit: Yvonne Robel

Im Zentrum des Forschungsprojekts steht der Zusammenhang von biographischen Erfahrungen, politischer Sozialisation und politischem Handeln mit staatlich-politischen Sanktionsinstrumenten der Bundesrepublik und der DDR von 1945 bis 1968. In einer biographienanalytischen Perspektive werden Personen untersucht, die als nicht system- bzw. verfassungskonform definiert wurden und aufgrund ihres (politischen) Verhaltens verschiedene Repressionen, wie Strafverfolgungen, Berufsverbote oder Inhaftierungen erfahren haben. Gruppierungen verschiedener politischer Couleur, unterschiedliche Milieus und Generationen werden einbezogen. Gefragt wird nach dem Einfluss staatlicher Sanktionen auf die politischen Biographien sowie, ob und inwiefern sich ein Wechsel des gesellschaftspolitischen Kontextes (durch Ausreise, Flucht oder Freikauf) - sowohl von Ost nach West als auch umgekehrt - auf das politische Handeln der Akteure ausgewirkt hat. Die politischen und rechtlichen Grundlagen, die Strafverfolgungs- und Inhaftierungspraxen und deren Veränderungen werden historisch-soziologisch rekonstruiert und - wenn nötig - ergänzend statistisch erfasst. Dabei werden Verflechtungen und Abgrenzungen beider deutscher Staaten in den Blick genommen, wodurch ein Beitrag zur Kulturgeschichte der Politik in Deutschland geleistet werden kann. Der Einfluss öffentlich-medialer Diskurse auf politisches Handeln und auf die politische Erinnerungskultur der Bundesrepublik wird darüber hinaus diskursanalytisch untersucht.